26. Oktober 2009 um 20:26 Uhr
Ein Kater tritt in der Regel nach Aufnahme größerer Alkoholmengen auf, üblicherweise am nächsten Morgen nach einer durchzechten Nacht. Typische Symptome sind vordergründig die heftigen Kopfschmerzen, aber häufig treten auch Übelkeit und Erbrechen mit einem insgesamt flauen Gefühl in der Magengegend auf. Man fühlt sich wenig leistungsfähig, ist aufgrund der verringerten REM-Schlafphase müde und ein ausgeprägtes Durstgefühl stellt sich ein. Häufig ist man empfindlicher gegenüber Licht und Geräuschen und bemerkt ein Schwindelgefühl. Aufmerksamkeit und Konzentration lassen zu wünschen übrig, man zittert, Puls und Blutdruck sind womöglich erhöht.
Die Ursache des Katers
Es existieren eine Reihe von Faktoren, die für die jeweiligen Symptome verantwortlich gemacht werden:
Alkohol hemmt das Antidiuretische Hormon (ADH; Vasopressin), dies führt zu einem hohen Flüssigkeits- und damit Elektrolytverlust, der sich wiederum in einem Durst- und Schwindelgefühl sowie in Konzentrationsschwierigkeiten manifestiert. Desweiteren greift Alkohol die Magen- und Darmschleimhaut an und begünstigt Entzündungen, die letztendlich für Übelkeit, Erbrechen und das “flaue Gefühl in der Magengegend” verantwortlich sind.
Die Kopfschmerzen sind hauptsächlich zurückzuführen auf die vor allem in billigeren Alkoholika gehäuft vorkommenden “Fuselalkohole” und dem meist erhöhten Anteil an Methylalkohol, aber auch auf die vielfältigen Auswirkungen des toxischen Abbauprodukts des Ethanols, Acetaldehyd. Die Müdigkeit als weiteres “Mitbringsel” des Katers kommt primär durch alkoholbedingt verminderte REM-Schlafphasen zustande.
Vorbeugung
Die effizienteste Form der Katerprophylaxe besteht aus dem Verzicht von alkoholischen Getränken. Katersymptome lassen sich weitgehend reduzieren, indem man geringe Mengen Alkohols zu sich nimmt, bevorzugt qualitativ hochwertige Alkoholika konsumiert und zwischendurch immer wieder auf nichtalkoholische Getränke, bevorzugt Wasser – um den Flüssigkeitsverlust bestmöglich auszugleichen – , zurückgreift.
11. Oktober 2009 um 15:59 Uhr
In Leibnitz (Steiermark) kam es am Wochenende zu einem Zwischenfall, der nicht unkommentiert bleiben sollte. Eine Horde Fußballfans griff Polizeibeamte tätlich an, die wegen eines Gläserwerfers eingeschritten waren. Nur unter massivem Pfeffersprayeinsatz konnten sich die Polizisten befreien und zwei Gewalttäter vorübergehend festnehmen. Doch die Meute folgte ihnen bis zum Polizeiposten, wie orf.at schreibt:
Nach massiven Drohungen – und um eine weitere Eskalation zu verhindern – ließen die Polizisten die beiden Festgenommenen schließlich frei. Abschließend drohte die Meute den Beamten, “dass der Abend Folgen haben” werde.
Dem allgemeinen Sicherheitsgefühl ist es nicht gerade förderlich, wenn alkoholisierte Gewalttätige aufgrund von Drohungen einer vor dem Polizeiposten wütenden Meute freigelassen werden müssen. Es wird wohl nicht gänzlich von der Hand zu weisen sein, dass dies unter anderem Folgen einer personell kaputtgesparten österreichischen Polizei sind.
Nachtrag: Wie die Kleine Zeitung berichtet, kam es in Leibnitz bereits am Vorabend zu Rangeleien mit Betrunkenen, bei denen Polizisten leicht verletzt wurden.
9. Oktober 2009 um 16:36 Uhr
Der VCÖ vermeldete in seiner jüngsten Aussendung, dass sich in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits über 1.300 Alkoholunfälle ereignet haben, wobei über 1.800 Personen verletzt wurden und 29 Menschen den Tod fanden. Neben der obligaten Forderung nach einer Erhöhung der Kontrolldichte spricht man sich für eine Verlängerung der Promillegrenze für Fahranfänger bis zum 24. Lebensjahr aus. Gegenwärtig beträgt die Probezeit für den Normalführerschein zwei, für L 17 drei Jahre. Das bedeutet, dass in Österreich niemand unter dem 20. Lebensjahr unter die 0,5-Promille-Grenze fallen kann. Der VCÖ schreibt:
Der VCÖ erinnert daran, dass bereits bei 0,5 Promille das tödliche Unfallrisiko doppelt so hoch ist wie bei 0,0 oder 0,1 Promille. Die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, die Risikobereitschaft steigt. „Don’t drink and drive“ sollte daher immer gelten. Wer ein Auto lenkt, für den gibt es nur eine richtige Promillegrenze und die liegt bei 0,0 Promille“, betont VCÖ-Experte Blum.
Richtig und konsequent wäre es, aufgrund dieser völlig korrekten Argumentation auch eine allgemeine 0,0 bzw. 0,1-Promille-Grenze zu fordern und nicht lediglich die Führerscheinneulinge mittels Verlängerung der Probefristen in die Zange zu nehmen.
1. Oktober 2009 um 15:53 Uhr
Der 1. Oktober steht ganz im Zeichen des Mammakarzinoms. Aus diesem Anlass startet die Österreichische Krebshilfe heute die diesjährige Pink Ribbon Kampagne. In ganz Österreich werden ab diesem Zeitpunkt Pink Ribbon Produkte bei ausgewählten Partnern verkauft, wobei ein Teil des Erlöses in den Soforthilfefonds der Krebshilfe für Brustkrebspatientinnen geht. Mit 2. Oktober startet außerdem die Pink Ribbon Tour quer durch Österreich.
Brustkrebs ist ein ernstes Problem in Österreich – jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens. Bedeutende Risikofaktoren sind genetische Prädisposition, hormonelle Faktoren und die Ernährung (erhöhte Fettzufuhr, Alkohol, …). Es gilt als erwiesen, dass Alkoholkonsum beträchtlich dazu beiträgt, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen. Eine Metaanalyse von Hamajima et al. (2002) ergab, dass das Risiko mit steigendem Alkoholkonsum zunimmt: Pro 10 g Alkohol täglich erhöht sich das Risiko, ein Mammakarzinom zu entwickeln, um 7 %. Es gibt dabei keinen Schwellenwert, ab dem Alkoholkonsum im Sinne des Brustkrebsrisikos bedenklich wird, alleine durch Verzicht auf Alkohol lässt sich dieser Risikofaktor eliminieren.
Einfache Vorsorgeuntersuchungen tragen wesentlich zur Früherkennung bei, denn eine rasche Erkennung kann Leben retten. Empfehlungen zur Vorsorge können auf der Webseite der Österreichischen Krebshilfe nachgelesen werden.
Pink Ribbon Graphic from carolsutton.net