Alkohol und die Adventzeit

21. Dezember 2009 um 09:42 Uhr

In der Vorweihnachtszeit werden die Probleme im Zusammenhang mit Alkohol besonders offensichtlich. Wenn im Dezember die Temperaturen schon unter tags weit unter Null fallen und das Verlassen der eigenen vier Wände ohne Wollhaube und Handschuhe zur groben Fahrlässigkeit wird, erfreuen sich auch die Punsch- und Glühweinstände in den heimischen Adventmärkten regen Zulaufs.

Neben den klassischen Gustoständen mit ihren Lebkuchenkeksen, dem Kletzenbrot,  den Früchtespießen und den Schaumrollen reihen sich zwischen Textilienausstellern und Dekorartikelverkäufern auch die nicht weniger traditionellen Most- und Glühweinstände. Denn heiße Getränke zur Erwärmung des fröstelnden Leibes werden immer als Wohltat empfunden, auch in der Krise. Der Alkohol und die Geselligkeit am Punschstand sind Mitbringsel, denen man gemeinhin nicht ablehnend gegenübersteht.

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Alkoholfreies Bier immer alkoholfrei?

18. Dezember 2009 um 14:12 Uhr

Alkoholfreie Biere erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Vor allem Autofahrer greifen gerne auf diese “alkoholfreie” Alternative zurück, um sich in Sicherheit zu wiegen. Die Bezeichnung “alkoholfrei” ist jedoch häufig irreführend, denn vielfach enthalten die Biere eine gewisse Menge Restalkohol.

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Verkehrsministerin Bures im Chat: Nachlese

21. November 2009 um 01:34 Uhr

Verkehrsministerin Doris Bures war am Freitag, 20.11.2009, von 13-14 Uhr im derStandard.at-Chat. Der gesamte Chat kann hier nachgelesen werden. Auch eine unserer beiden Fragen wurde – geringfügig gekürzt – zugelassen:

In Italien werden Fahrzeuge betrunkener Autofahrer konfisziert. Das hat einen ganz praktischen Zweck: Man kann ein Fahrzeug, das man nicht meht hat, auch nicht betrunken bzw. ohne Schein in Betrieb nehmen. Warum nicht in Österreich?

Die Antwort der Verkehrsministerin fällt relativ bescheiden aus:

Wir nehmen alkoholisierten Lenkern den Führerschein ab und verhindern damit das Weiterfahren.

Es dürfte bekannt sein, dass ein fehlender Führerschein nicht davon abhält, ein Fahrzeug in Betrieb zu nehmen. Ein fehlendes Fahrzeug ist da schon ein größeres Hindernis…

Unsere zweite Frage schaffte es leider nicht in den Chat:

Ein großes Problem ist, dass die Österreicher Alkohol am Steuer immer noch als Kavaliersdelikt ansehen. Kein Wunder, es ist schließlich bis zu einer gewissen Grenze legitim, betrunken zu fahren. Warum führt man also keine 0,0 bzw. 0,1-Promille-Grenze ein, um zu zeigen, dass Alkohol im Verkehr wirklich nichts verloren hat?

KfV-Aktion zu Weihnachtsfeiern

19. November 2009 um 21:05 Uhr

Das Salzburger Kuratorium für Verkehrssicherheit startet eine 8000-Plakat-starke Aktion, die Unternehmer dazu animieren soll, für einen sicheren Heimtransport ihrer Mitarbeiter von Weihnachtsfeiern zu sorgen.

TV: Alkohol-Schwerpunktaktionen

um 20:47 Uhr

“Konkret – das Servicemagazin” sendete heute um 18:30 Uhr einen Bericht über Alkohol-Schwerpunktaktionen in Wien. Im Anschluss an den Bericht erklärt Verkehrsministerin Doris Bures ihr neues Verkehrssicherheitskonzept. Wer diesen Beitrag heute verpasst hat, kann ihn sich in der neu eingerichteten ORF-TVTHEK noch für einige Zeit ansehen.

Kampagne “Alkohol am Steuer: Könnten Sie damit leben?”

6. November 2009 um 22:17 Uhr

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie startet pünktlich zur traditionell feier-intensiven Vorweihnachtszeit eine neue Kampagne mit dem handfesten Titel “Alkohol am Steuer: Könnten Sie damit leben?”. Angesichts der Tatsache, dass Alkoholunfälle seit Jahren auf hohem Niveau stagnieren und zuletzt der Anteil der Alkoholunfälle am Gesamtunfallgeschehen mit 6,8 % einen neuen Höchststand erreichte, will man Bewusstsein schaffen. Eine tabellarische Auflistung der Alkoholunfälle der letzten Jahre, gegliedert in Alkoholunfälle, Verletzte und Getötete bietet übrigens die Statistik Austria.

Die breit angelegte Medienkampagne umfasst zum einen Kino-, TV- und Radiospots sowie Inserate in österreichischen Medien. Zum anderen setzt man auch auf neue Medien und soziale Netzwerke, wie Facebook, den Videodienst Youtube oder die Kurznachrichten-Plattform Twitter, was natürlich zu begrüßen ist, da man so genau das junge Zielpublikum erreicht. Altbewährtes wie Plakate im öffentlichen Raum runden die Kampagne ab. Auch ein “Schockvideo” ist bereits verfügbar und kann auf den Seiten des BMVIT angesehen werden.

Die Evaluation obliegt dem Kuratorium für Verkehrssicherheit.  Prognosen wage ich zwar keine abzugeben, jedoch ist naheliegend, dass Maßnahmen isoliert oft nicht zum gewünschten Erfolg führen. Zwar gibt es vereinzelt Kampagnen mit thematischen Überschneidungen, es bedürfte aber einer breiten öffentlichen Diskussion über Alkoholismus in Österreich, über alkoholisiertes Fahrzeuglenken als grundsätzlich verwerfliches Verhalten, über Jugendalkoholismus und die Verantwortung der älteren Generationen, über Gewalt in Zusammenhang mit Alkohol und die Bewerbung von Alkoholika. Kurzum: über den Stellenwert von Alkohol in unserer Gesellschaft. Darüber hinaus müsste die Kontrolldichte weiter erhöht werden, sodass sich ein potentieller Alkofahrer nicht zwei-, sondern dreimal überlegt, bevor er sich alkoholisiert ans Steuer setzt. Damit einhergehend soll eine Verschärfung der Sanktionen auf das Inbetriebnehmen eines Fahrzeuges in alkoholisiertem Zustand angestrebt werden – allerdings weniger in Hinblick auf eine Erhöhung der Geldstrafen. Nach italienischem Vorbild könnte der Staat bei wiederholten Alkoholvergehen das jeweilige Fahrzeug konfiszieren.

VCÖ will 0,1-Promillegrenze bis zum 24. Lebensjahr

9. Oktober 2009 um 16:36 Uhr

Der VCÖ vermeldete in seiner jüngsten Aussendung, dass sich in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits über 1.300 Alkoholunfälle ereignet haben, wobei über 1.800 Personen verletzt wurden und 29 Menschen den Tod fanden. Neben der obligaten Forderung nach einer Erhöhung der Kontrolldichte spricht man sich für eine Verlängerung der Promillegrenze für Fahranfänger bis zum 24. Lebensjahr aus. Gegenwärtig beträgt die Probezeit für den Normalführerschein zwei, für L 17 drei Jahre. Das bedeutet, dass in Österreich niemand unter dem 20. Lebensjahr unter die 0,5-Promille-Grenze fallen kann. Der VCÖ schreibt:

Der VCÖ erinnert daran, dass bereits bei 0,5 Promille das tödliche Unfallrisiko doppelt so hoch ist wie bei 0,0 oder 0,1 Promille. Die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, die Risikobereitschaft steigt. „Don’t drink and drive“ sollte daher immer gelten. Wer ein Auto lenkt, für den gibt es nur eine richtige Promillegrenze und die liegt bei 0,0 Promille“, betont VCÖ-Experte Blum.

Richtig und konsequent wäre es, aufgrund dieser völlig korrekten Argumentation auch eine allgemeine 0,0 bzw. 0,1-Promille-Grenze zu fordern und nicht lediglich die Führerscheinneulinge mittels Verlängerung der Probefristen in die Zange zu nehmen.

Alkohol in Oberösterreich: Die Grünen im Interview

23. September 2009 um 21:25 Uhr

Landtagswahl 2009 in Oberösterreich

Im Zuge der kommenden Landtagswahl in Oberösterreich erhielten wir auch von den Grünen ausführliche Antworten auf unsere Fragen zum Alkoholproblem in unserer Gesellschaft. Nach der KPÖ sind die Grünen die zweite Partei, von der wir bisher eine Rückmeldung erhielten. Nachfolgend unsere Fragen und die Antworten der Grünen:

Eine Erhebung aus 2004 hat ergeben, dass 10,5 Prozent der Österreicher als Alkoholmissbraucher einzustufen sind und 5 Prozent chronischen Alkoholismus betreiben. 18 Prozent pflegen einen mittleren Alkoholkonsum, befinden sich also nicht mehr unter der sogenannten Harmlosigkeitsgrenze. (Handbuch Alkohol Österreich, S. 144, Tab. 19) Welche Maßnahmen will man speziell in Oberösterreich setzen, um das Alkoholproblem in den Griff zu bekommen?

Alkohol ist sozusagen die “Volksdroge” Nummer eins. Es ist normal bei allen gesellschaftlichen Ereignissen Alkohol zu trinken: die Erwachsenen leben es vor, die Jugendlichen machen es nach. Wichtig ist für uns daher, dass auch in OÖ Maßnahmen im Bereich der Aufklärung und Prävention gesetzt werden, dass das bestehende Jugendschutzgesetz besser exekutiert wird und dass vor allem Jugendlichen und

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Die KPÖ über Alkohol in (Ober)Österreich

18. September 2009 um 19:04 Uhr

Landtagswahl 2009 in Oberösterreich

Aus aktuellem Anlass – in Oberösterreich findet am 27. September die Landtagswahl statt – befragten wir die Landesparteiorganisationen zum Alkoholproblem in unserer Gesellschaft. Wir wollten mehr über ihre individuelle Sicht der Dinge und von ihren Lösungsvorschlägen erfahren. Nachfolgend unsere Fragen und die Antworten der KPÖ, von der wir die erste Rückmeldung erhielten:

Eine Erhebung aus 2004 hat ergeben, dass 10,5 Prozent der Österreicher als Alkoholmissbraucher einzustufen sind und 5 Prozent chronischen Alkoholismus betreiben. 18 Prozent pflegen einen mittleren Alkoholkonsum, befinden sich also nicht mehr unter der sogenannten Harmlosigkeitsgrenze. (Handbuch Alkohol Österreich, S. 144, Tab. 19) Welche Maßnahmen will man speziell in Oberösterreich setzen, um das Alkoholproblem in den Griff zu bekommen?

Laut einer Untersuchung des Anton-Proksch-Instituts Wien-Kalksburg zum Thema „Sucht in Österreich“ sind rund 330.000 erwachsene ÖsterreicherInnen alkoholabhängig. Rund 870.000 ÖsterreicherInnen ab 16 sind gefährdet, an Alkoholismus zu erkranken. Im EU-Vergleich liegt Österreich hier im Spitzenfeld. Damit ist Alkohol mit Abstand die Volksdroge Nummer 1. Der Umgang mit der Drogengefahr ist jedoch völlig schieflastig, was auch an der kommerziellen Dimension durch Prozenten und Gastronomie liegt.
Die entscheidende Frage um das Alkoholproblem in den Griff zu bekommen ist vor allem ein sensiblerer Umgang der Gesellschaft mit dem Alkoholkonsum, etwa durch die Werbung oder durch radikales Infragestellen gewisser Trink(un)sitten. Notwendig ist ein anderer Stellenwert des Alkoholkonsums, dieser darf nicht als chic propagiert wird, auch wenn er in einem bestimmten Maße als seit Jahrhunderten üblicher Teil der gesellschaftlichen Realität akzeptiert werden muss.
Entsprechende Maßnahmen sind in der Abgabe von Alkohol vor allem an Jugendliche, Einflußnahme auf die Werbung, durch Besteuerung, Preisgestaltung usw., aber auch in der Darstellung der individuellen Schädigung alkoholsüchtiger- oder kranker Menschen wie auch der gesellschaftlichen Kosten durch die Auswirkung des Alkoholkonsums erforderlich.

Durch Alkoholkonsum ausgelöste oder begünstigte Gewalt stellt ein immenses Problem dar. In Deutschland existieren Daten, wonach in manchen Ländern bereits jede zweite jugendliche Gewalttat unter Alkoholeinfluss geschieht. Welche konkreten Vorschläge zur Eindämmung der alkoholassoziierten Gewalt können Sie bieten?

Übermäßiger und exzessiver Alkoholkonsum ist auch ein Symptom für den Zustand der Gesellschaft. Alkohol (wie auch andere Drogen) sind vielfach nur der Katalysator für tiefer liegende gesellschaftliche und vor allem soziale Ursachen. Übermäßiger Alkoholkonsum hat eine Ventilfunktion und hängt vielfach auch mit fehlenden Perspektiven, Zukunftsangst und Protest gegen Autoritäten, aber auch Stress, Dauerdruck etc. zusammen. Eine wesentliche Aufgabe ist daher die Entwicklung eines entsprechenden Problembewusstseins durch Familie, Schule, Medien und Gesellschaft, rechtzeitiges Eingreifen bei auffallendem Alkoholkonsum bzw. damit verbundener Gewalt, aber auch eine möglichst früh ansetzende Suchtprävention.

Alkoholwerbung spricht häufig junge Menschen an und sorgt dafür, dass dem Alkohol ein besseres Image zuteil wird als er eigentlich verdient. Dies ist womöglich der Hauptgrund, weshalb Präventionsprogramme nicht fruchten. Jegliche Prävention erscheint nämlich unglaubwürdig, wenn ihr die Werbespots und -plakate der Alkoholindustrie gegenüberstehen, in denen der Konsum alkoholischer Getränke als vernünftig dargestellt wird. Wäre es aus Ihrer Sicht daher sinnvoll, Alkoholwerbung einzuschränken oder gar zu verbieten?

Ein Verbot der Werbung für alkoholische Getränke oder von Sponsoring von Sport-, Kultur- oder sonstigen Veranstaltungen durch Firmen die Alkohol produzieren oder handeln wäre insofern wichtig, als das angeblich coole Image des Alkoholkonsums und die Selbstverständlichkeit zu Trinken in Frage gestellt und soweit wie möglich beseitigt und der Alkoholkonsum auf ein individuell und gesellschaftlich kontrollierbares Maß beschränkt würde.
Laut WHO machen die großen Alkoholproduzenten Jugendliche (unter anderem auch durch die forcierte Mischung von Alkohol mit Fruchtsäften oder vorgemixte Alkoholika) bewusst zu Gewohnheitstrinkern, ein Zustand der rasch abgestellt werden muss.

In Österreich werden jährlich etwa 3.600 bis 3.800 Menschen bei Alkoholunfällen verletzt (in Oberösterreich mit zuletzt 709 die meisten im Bundesländervergleich) und knapp 60 getötet. (Statistik Austria). Sind die jüngst getroffenen Maßnahmen ausreichend, um die Straßen in Hinsicht auf alkoholisierte Fahrer sicherer zu machen? Sind Sie dafür, beim Lenken eines Fahrzeuges generell auf Alkoholkonsum zu verzichten? Wenn ja, warum nicht gesetzlich verankern?

Eine 0,0-Promille-Grenze kann Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss zwar reduzieren, aber letztlich ebenso wenig gänzlich verhindern wie, dass Raser nach Führerscheinentzug trotzdem Autofahren und Unfälle verursachen. Auch hier gilt es einen anderen gesellschaftlichen Umgang mit der Droge Alkohol zu entwickeln, etwa indem betrunkene Personen von ihrem Umfeld am Autofahren gehindert werden und öffentliche Verkehrsmittel attraktiver werden, etwa durch eine von der KPÖ geforderte Freifahrt. Klar ist aber, dass es rigide Konsequenzen für alkoholisierte VerkehrsteilnehmerInnen die Unfälle verursachen geben muss.

Die Antworten übermittelte uns Leo Furtlehner, Landessprecher der KPÖ und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2009. Web: ooe.kpoe.at

Erneut zahlreiche Alkoholunfälle in Österreich

6. September 2009 um 12:57 Uhr

Wie voriges Wochenende waren auch dieses Mal wieder zahlreiche alkoholisierte Autofahrer auf Österreichs Straßen unterwegs und wurden auch angehalten, soweit dies noch notwendig war. Mit dem Unterschied, dass ein Betrunkener nun sogar für zwei Tote sorgte, indem er in eine Fußgängergruppe gerast war.