Macht Alkohol dick?
4. September 2009 um 13:28 Uhr
Ein Gramm Kohlenhydrate hat wie dieselbe Menge Eiweiß einen Energiegehalt von 4,1 kcal oder 17,2 kJ. Alkohol liegt mit 7,1 kcal (29,8 kJ) zwischen den beiden erstgenannten und den Fetten, die ihrerseits einen Energiegehalt von 9,3 kcal bzw. 38,9 kJ haben. Der regelmäßige Konsum alkoholischer Getränke bedeutet somit eine erhebliche zusätzliche Energieaufnahme. Darüber hinaus muss beachtet werden, dass manche alkoholische Getränke (Wein, Bier, Mischgetränke, Alkopops, …) zum Teil reichlich Zucker beinhalten.
Einfluss auf den Appetit
Alkohol hat eine appetitanregende Wirkung, denn er stimuliert die Magenschleimhaut. Dies kann dazu führen, dass die Energiemenge aus dem Alkohol zusätzlich zur regulären Energiemenge, die nötig ist, um den Energiebedarf zu decken, konsumiert wird. Die Folge ist ein Überschuss an Energie mit bekannten Auswirkungen. Alkohol hemmt auch die Neubildung von Glukose in der Leber und setzt somit den Blutzuckerspiegel herab. In größeren Mengen konsumiert führt Alkohol somit aufgrund des niedrigen Blutzuckers zu einem ausgeprägten Hungergefühl.
Energiegehalt ausgewählter alkoholischer Getränke
| 1/2 l Bier | 210 kcal (879 kJ) |
| 1/4 l Wein | 170 kcal (712 kJ) |
| 100 ml Sekt | 84 kcal (352 kJ) |
Anmerkung: Die obigen Angaben sind Richt- bzw. Schätzwerte.
Reduzierter Fettabbau
Alkohol genießt eine Sonderstellung im Körper. Sein Abbau hat Vorrang, da der Körper ihn als Gift erkennt und verständlicherweise immer bestrebt ist, Gifte so rasch als möglich zu eliminieren. Werden nun sämtliche Kapazitäten für den Alkoholabbau aufgebraucht, müssen andere Bereiche – zum Beispiel der Fettabbau – zurückstecken. Fette werden vermehrt im Körper gespeichert und es kommt mit der Zeit zu typischen Fettansammlungen – wie dem “Bierbauch”.
Alkohol kann somit vordergründig wegen seines natürlichen Energiegehaltes, aufgrund seiner appetitanregenden Wirkung, wegen seiner Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel herabzusetzen und wegen des verminderten Fettabbaus wesentlich zur Entstehung von Übergewicht und Adipositas beitragen.